Die Dehnungsübungen

 

Dehnungsübungen haben Einfluss auf die Skelettmuskulatur inkl. der dazu gehörenden Sehnen und Bindegewebe, sowie auf Gelenkkapseln und –bänder. Die Strukturen werden elastischer und somit auch widerstandsfähiger. 

Richtig durchgeführt wirken sich die Übungen positiv auf den Bewegungsradius, sowie auf die ebenso wichtige Begrenzung der Bewegungsamplitude aus.  

Weitere positive Wirkungen sind u.a. eine verbesserte Körperwahrnehmung, das Herabsetzen des Muskelspannungszustandes, eine erhöhte Kontraktionskraft, u.v.m.  

Aktive Mobilisation

Für die aktive Mobilisation stehen uns zwei Möglichkeiten zu Verfügung. Einerseits kann eine Bewegung durch das Auslösen eines Reflexes induziert werden. Diese Möglichkeit wird u.a. zum Dehnen der langen Rückenstrecker eingesetzt, wie z.B. beim Thoraxlift (Rumpfheben) oder der Lumbosakralflexion (Aufwölben der Lendenregion).

Andererseits kann durch die gezielte Gabe von Leckerlies eine Bewegung ausgelöst werden. Indem man z.B. das Pferd animiert, einer Möhre mit demMaul zu bestimmten Positionen zu folgen, können Nacken- oder Halsmuskulatur gedehnt werden.

 

Passive Mobilisation

Hierunter fallen alle passiven Bewegungen, die nur durch den Therapeuten, nicht durch das Pferd induziert werden. Das Ziel dieser Dehnübungen ist die Erhöhung der Dehnungsfähigkeit sowie die Förderung der Flexibilität und Elastizität der Muskulatur und eine Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit. 

Die Dehnungsübungen werden üblicherweise in Kombination mit Massagetechniken angewandt. Da diese Übungen ebenso viel Schaden wie Nutzen anrichten können, sollten sie nur von Ihrem Tierarzt oder Therapeuten durchgeführt werden. Es erfordert ein geschultes Gefühl für die Strukturen, ein Zuviel an Dehnung kann Schaden anrichten. Die Übungen werden individuell für jedes Pferd abgestimmt und falls nötig dem Besitzer genau gezeigt.

 

  

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