Sehnen-, Bänder- und Aponeurosentechnik

 

Als Aponeurose bezeichnet man den sehnigen Ansatz des Muskels. Durch unphysiologische Bewegung, Gelenkblockaden oder Gelenkfehlstellungen und – erkrankungen kann es zu degenerativen (abnutzungsbedingten) Veränderungen an den Insertionsstellen (Ansatzstellen) der Sehnen mit Durchblutungsstörungen und Schmerzen kommen. Diese Schmerzen werden auch auf die Muskulatur projiziert, als Folge erhöht sich der Muskeltonus reflektorisch. Dadurch wird ein verstärkter Zug auf die Insertionsstelle ausgeübt, der zu einer eingeschränkten aktiven Bewegung und Schonhaltung führt.  

Sehnen- und Bandläsionen (Schädigungen) äußern sich dagegen anders, da es sich um nicht-kontraktile Strukturen handelt. Liegen in diesen Bereichen Verletzungen vor, verursachen sie zunächst Beschwerden bei der passiven Bewegung.  

Zur Behebung bestehender Läsionen stehen der Pferdephysiotherapie spezielle sanfte Griffe zu Verfügung, wie z.B. Knetungen, Querfriktionen oder Verschiebetechniken. Die betroffenen Strukturen können damit vorsichtig isoliert und voneinander getrennt behandelt werden. Die angewandten Techniken sind dabei allerdings von der Regenerationsphase des Gewebes abhängig. Die drei Phasen der Sehnenheilung erstrecken sich über ca. 120 Tage, wobei in jeder Phase eine andere Technik genutzt wird. So sind z.B. in der akuten Phase nur Kälteanwendungen angezeigt.  

Um einen optimalen Heilungsverlauf zu gewährleisten, wird die Behandlung daher immer mit Ihrem behandelnden Tierarzt abgestimmt.

 

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