Propriozeptives Training

 

Propriozeptoren sind ‚Sensoren‘, die für die Eigenwahrnehmung des Pferdekörpers zuständig sind. Sie liefern dem Rückenmark ständig Informationen über die Lage des Körpers im Raum, die Kopfstellung, die Gelenkstellung, sowie den Spannungszustand von Muskeln und Sehnen und haben somit eine wichtige Schutzfunktion für den gesamten Körper und die einzelnen Gelenke. Diese Sensoren sind in den Bändern, Sehnen, Muskeln und Gelenkkapseln zu finden.  

Die Tiefensensibilität dieser Rezeptoren kann z.B. durch ein Trauma oder Verletzungen gestört werden. Ist das der Fall, hat das Pferd oftmals keine optimale Körperwahrnehmung mehr, es stolpert häufig oder hat Probleme sich auszubalancieren.

Ziel des Propriozeptiven Trainings ist eine verbesserte Wahrnehmungsbereitschaft der Rezeptoren, Gelenkstabilisierung durch rechtzeitige Muskelkontraktion und eine schnellere Rekonvaleszenz. Die Rezeptoren werden mittels spezieller Übungen trainiert, wodurch sich Gleichgewicht und Koordination verbessern. Diese Übungen sind einerseits sehr gut, um das Pferd wieder an normale und adäquate Bewegungsabläufe heranzuführen, andererseits eignen sie sich auch zur Prävention vor Verletzungen z.B. durch Verbesserung der Gelenkstabilität. Außerdem kann dem Pferd damit aus einer evtl. entstandenen Schonhaltung geholfen werden, da diese normalerweise mit einer Bewegungseinschränkung einhergeht und zu Folgeschäden führen kann.  

Bei dem Propriozeptiven Training werden vorerst leichte Berührungen an verschiedenen Körperstellen durchgeführt, die dann langsam an Intensität zunehmen. Die Intensität wird auf den Gesundheitszustand, bzw. auf den Trainingszustand abgestimmt. 

 

  

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