Anwendungsgebiete 

Wird ein Muskel, aufgrund einer Verspannung, nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, ist er nicht in der Lage seine physiologische Arbeit zu leisten. Aufgrund der Verspannungen werden zudem noch Milchsäuren gebildet und es entstehen sogenannte Myogelosen (Muskelhärten). Diese führen zur Aussendung von Schmerzsignalen an andere Körperteile, wodurch es zu weiteren Verspannungen und zur Bildung weiterer Myogelosen in anderen Muskeln kommt. Mit der Zeit sind ganze Muskelketten betroffen und es kommt zu Folgeschäden. Dieselbe Auswirkung auf den Muskeltonus im gesamten Körper (näheres unter dem Menüpunkt ‚Geriatrie - Zähne’). Auch plötzlich auftretende Verhaltensänderungen sind zum Teil auf starke, schmerzhafte Muskelverspannungen zurückzuführen. Hier sollte jedoch vorab die Ursache geklärt werden.

 

Einige der am häufigsten auftretenden Probleme bzw. Symptome, bei denen der physiotherapeutische Einsatz allein oder in Kombination mit dem Tierarzt, Reitlehrer, Hundetrainer, Schmied, Sattler, Heilpraktiker, etc. sinnvoll ist, sind hier aufgeführt:

 

Bei Pferden:

  • Taktfehler
  • Widersetzlichkeit beim Putzen oder Satteln (Sattel- und Gurtzwang)
  • Widersetzlichkeiten unter dem Reiter (z.B. Steigen und/oder Buckeln)
  • Nicht Annehmen der reiterlichen Hilfen
  • Zungenspiel (wie z.B. Zungenstrecken, seitliches herausstrecken), Kopf schlagen     
  • Schiefe Kopf- und/oder Schweifhaltung
  • Vermindertes Leistungsvermögen
  • Anzeichen von Schmerzen und Verspannungen
  • Verhaltensänderungen
  • Rehabilitation nach Operationen und längeren Ruhephasen
  • Zur Stärkung des Skelettsystems bei verordneter Boxenruhe
  • Chronische und akute Erkrankungen (Arthrose, Hufrollenentzündung, Spat, u.v.m.).   Ziel ist hierbei eine Entschmerzung bzw. die Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit zu erreichen.
  • Muskelschwund (Atrophie), schmerzhafte Muskelverspannungen 
  • Koordinations- und Gangschulung, allgemeine Kräftigung
  • Altersbeschwerden (hierbei ist das Ziel die Muskel- und Gelenkfunktion zu erhalten, sowie den Kreislauf und den Stoffwechsel anzuregen und das Herz zu entlasten)
  • Probleme des Bewegungsapparates (der Muskulatur und/oder der Knochen) z. B. bei Lahmheiten
    -> in Begleitung einer tierärztlichen Behandlung, bzw. nach einer   tierärztlichen Diagnose.
  • Nach Unfällen (Weideunfälle, Hängerunfälle, Reitunfälle)
  • Nach Sehnenverletzungen
  • Nach Komplikationen beim Abfohlen

 

 Bei Hunden:                           

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie HD (Hüftgelenksdysplasie) oder ED (Ellebogendysplasie), Spondylose, Cauda Equina-Syndrom, Arthrotische Veränderungen, u.v.m. 
    ⇒ Ziel ist hierbei eine Entschmerzung und Verbesserung der Beweglichkeit.
  • Vor- und Nachsorge von Operationen (z.B. Kreuzbandriss)
  • Narbenbehandlung
  • Kniegelenksverletzungen (z.B. Überdehnungen)
  • Bandscheibenvorfälle
  • Parese /Paralyse (z.B. Dackellähme)
  • Gangbildanomalien (z.B. Getragene oder schleifende Gliedmaße)
  • Muskelaufbau nach verordneter Ruhe
  • Altersbeschwerden (Ziel ist die Muskel- und Gelenkfunktion zu erhalten, sowie den Kreislauf und den Stoffwechsel anzuregen und das Herz zu entlasten)
  • Muskelverspannungen, Muskelschwund
  • Anzeichen von Schmerzen und Verspannungen
  • u.v.m.

 

 

Präventiv kann die Physiotherapie ebenfalls genutzt werden, z.B.

  • Zur Vorbeugung im täglichen Training
  • Zur Leistungsoptimierung
  • Zur Vorbereitung auf Wettkämpfe o.ä. (warm-up / cool-down)
  • Erhalt der Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit
  • Früherkennung von Dysbalancen, Vermeidung von Verschleißerscheinungen

 

Bei akuten Erkrankungen (fieberhaften Allgemeininfekten, usw.), Hauterkrankungen, Lahmheiten oder Verletzungen verständigen Sie bitte immer zuerst Ihren Tierarzt! Eine tierärztliche Diagnose ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Nachbehandlung und eine schnelle Genesung. Bei schweren Herzerkrankungen, sowie Tumorerkrankungen sollte von einer physiotherapeutischen Behandlung abgesehen werden.

© copyright 2010-2018 Sylvia Fischer